Bei Rückenschmerzen richtig trainieren

Verspannungen im Nacken, stechende Schmerzen im Kreuz - Rückenbeschwerden sind ein wahres Volksleiden.

 

Bewegung beugt Rückenschmerzen vor

 

"Um Rückenproblemen vorzubeugen, ist grundsätzlich jede Sportart geeignet", sagt Professor Dr. Hans-Joachim Appell von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Denn die Rückenmuskeln gehören zur Rumpfmuskulatur und sie sind an fast allen Bewegungen des Körpers beteiligt und werden trainiert. Trainierte Muskeln mindern den Druck, der auf Wirbelsäule und Bandscheiben lastet. Insofern kann sich der Freizeitsportler ohne Rückenprobleme glücklich schätzen, weil er noch sehr viel Auswahl bei der Sportart hat.

 

Kontrolliert bewegen

 

Wenn sich der Rücken sich bereits durch Schmerzattacken bereits bemerkbar macht, wird die Auswahl der richtigen Sportart schon schwerer. Das erste Problem: Menschen mit Schmerzen neigen dazu, sich zu schonen. Doch Bewegungsmangel wäre genau das Falsche. Allerdings kommt jetzt nicht mehr jede Sportart in Frage. "Tabu sind Sportarten, die ruckartige Bewegungen erfordern oder den Rücken stark stauchen - also viele Ballsportarten und auch Joggen können die Probleme noch verschlimmern"

 

Vorsicht, Rückenfalle!

 

Es gibt allerdings auch für den fittesten Sportler Fehlerquellen, die zu Rückenproblemen durch Sport führen können. Genauso wie stundenlanges Krumm-Sitzen auf dem Bürostuhl schadet, können falsche und einseitige Belastungen beim Sport zu Rückenproblemen führen. Wer zum Beispiel Hanteln im Fitness-Studio stemmt, sollte immer seinen Rücken gerade halten. Eine krumme Körperhaltung beim Kniebeugen zum Beispiel ruiniert auf Dauer die Bandscheiben. Schwimmen ist einerseits ein optimales Ganzkörpertraining und nützt auch dem Rücken. Andererseits kann der Sportler seinem Rücken schaden, wenn er nur Brustschwimmen betreibt und dabei den Nacken ständig überstreckt.